Call me “Social Media Manager”

Dieses Jahr feiern auch meine Online-Profile eine kleine Bescherung. Seit Anfang Dezember darf ich mich offiziell “Social Media Manager” schimpfen – zertifiziert durch die Deutsche Presseakademie (depak). Der hübsche neue Titel wird natürlich gleich auf XING & Co eingetragen. Man will ja zeigen, was man hat. Aber hat sich die Fortbildung auch inhaltlich gelohnt? Eine berechtigte Frage – schließlich sind solche Angebote nicht unumstritten.Eines vorweg: Im Social Web gilt das Mitmach-Prinzip. Nur wer sich beteiligt, versteht wie es funktioniert. Graue Theorie hilft kaum weiter, der Titel “Social Media Manager” sagt zunächst einmal wenig aus. Entscheidend sind persönliche Erfahrungen: Sie sind unentbehrlich, will man die verschiedenen Plattformen und ihre Mechanismen verstehen und sinnvoll einbinden. Ohne stößt jede “Strategiefindung” auf berechtigte Kritik.

Weshalb aber habe ich mich für diese Fortbildung entschieden? Die Antwort ist einfach: Statt dem ewigen “Learning by Doing” wollte ich der Kommunikation im Web 2.0 endlich einmal systematisch nachgehen. Gerade der erste Teil von April bis Anfang Juli mit Themen wie Social Media Monitoring, Krisenkommunikation oder Rechtsfragen hat mir da weiter geholfen. Die Referenten (Agenturler und Unternehmenskommunikatoren) habe ich als kompetent, die Webinare als praxisnah empfunden. Im zweiten Modul von September bis Anfang November standen die Sozialen Netzwerke von Google+ bis hin zu Facebook im Mittelpunkt. Dabei ging es weniger um ihren strategischen Einsatz als um ihre Anwendung. Die Vorlesungen waren weniger ertragreich, die Referenten eher durchschnittlich. Einiges davon hätte man sich auch auf YouTube anschauen können.

Zertifikat

Trotzdem hat sich der Aufwand gelohnt. Ich bin ein gutes Stück mehr in die Mitte des Themas gerückt. Und ja, ich freue mich auch über das Zertifikat. Ob das Angebot der depak nun besser oder schlechter ist als das der Social Media Akademie (SMA) oder von anderen Anbietern mag ich nicht beurteilen. Für mich war es jedenfalls sinnvoll, mich dem Thema noch einmal von Grund auf anzunehmen. Allen denen es genauso geht, sei diese Fortbildung empfohlen. Aber bitte nicht vergessen: Das ständige ausprobieren im Social Web wird dadurch niemanden abgenommen.

Über Daniel Grebe

Hi, ich bin Daniel, 36 Jahre (Stand: Dez. 2013) und Online-Redakteur. Obwohl ich privat und beruflich viel zu viel Zeit vor den Monitoren verbringe, wundere ich mich stets, warum dieselbe immer so schnell verfliegt. An meinen Profilen auf Google +, Facebook oder Twitter wird's ja wohl kaum liegen...

24. Dezember 2012 von Daniel Grebe
Kategorien: Allgemein, Social Media | Schreibe einen Kommentar

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