Regierungssprecher 2.0?

So kommt Steffen Seibert bei seinem Auftritt auf der diesjährigen re:publica rüber. Immer wieder bin ich im Netz über dieses Gespräch gestolpert, heute habe ich es mir angesehen. Und ja: Unabhängig von jeder parteipolitischen Prägung finde ich, dass es dem Regierungssprecher auf sachliche und überraschend persönliche Art gelingt, seine Einstellung gegenüber den neuen Kommunikationstechnologien zu vermitteln. Steffen Seibert macht keinen Hehl daraus, dass er sich auf diesem Gebiet weitaus unsicherer bewegt als beispielsweise in der klassischen Presse- und Medienarbeit. Trotzdem verschließt er sich nicht dem Zeitgeist, wählt eine pragmatische Herangehensweie (credo: einfach mal machen) und lässt sich auch auf Experimente ein. Das dies in die Hose gehen kann, sieht man an den mittlerweile eingestellten inhaltlich enttäuschenden Twitterinterviews, die aber immerhin einiges an medialer Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten.

Alles also nur ein billiger PR-Gag? Und wenn schon. Warum sollte man darauf verzichten? Festzuhalten bleibt, dass Politik über die direkte, unmittelbare Kommunikation des Social Web wertvolle Impulse erhalten kann. Desto früher unser politisches Personal diese Chance erkennt, umso besser.

Über Daniel Grebe

Hi, ich bin Daniel, 36 Jahre (Stand: Dez. 2013) und Online-Redakteur. Obwohl ich privat und beruflich viel zu viel Zeit vor den Monitoren verbringe, wundere ich mich stets, warum dieselbe immer so schnell verfliegt. An meinen Profilen auf Google +, Facebook oder Twitter wird's ja wohl kaum liegen...

21. September 2012 von Daniel Grebe
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